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MEDI-Hautarzt: Je früher der Hautkrebs erkannt wird, umso besser ist die Prognose

Sonnenwetter in Deutschland: alle wollen jetzt gerne nach draußen, die warmen Temperaturen genießen und in der Sonne sitzen. Und auch wenn ich wirklich keine Spaßbremse sein möchte - die Sonne tut uns nicht nur gut. Die UV-Strahlung schädigt die Erbinformation in unseren Zellen. Die Folge davon heißt im Extremfall: Hautkrebs. Immer mehr Menschen sind in Deutschland davon betroffen, sagt auch Hautarzt Dr. Wolf Dieter Weidenmann vom Ärzteverbund MEDI Deutschland: "Auch in der Hautarztpraxis sehen Sie, dass Hautkrebs zunimmt, dass immer mehr Menschen für ein Hautkrebs-Screening kommen. Und es sind auch jüngere Menschen, die kommen, und bei denen man dann Befunde auch erhebt."

Dabei ist Hautkrebs aber nicht gleich Hautkrebs. Dazu Dr. Wolf Dieter Weidenmann: "Es gibt, um es grob einzuteilen, Haut-Tumoren, die potenziell Metastasen setzen können, also Tochtergeschwülste bilden können. Und das sind natürlich die besonders gefährlichen Formen, weil: Man kann an diesen Metastasen dann letztendlich sterben."

Unter diesen Hautkrebs-Formen ist das so genannte "maligne Melanom", auch bekannt als der "schwarze Hautkrebs", wohl am gefährlichsten. Er hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen. Und wenn der Hautkrebs erst mal Tochtergeschwulste gebildet hat, sind die Heilungschancen deutlich geringer. Deshalb, so Hautarzt Dr. Weidenmann, ist die Früherkennung gerade beim Hautkrebs das A und O. Dazu Dr. Wolf Dieter Weidenmann: "Insbesondere natürlich beim malignen Melanom, wo man sagen kann, dass die Melanome, die sehr frühzeitig erkannt werden, eine hervorragende Prognose haben, aber die, die eine gewisse Tumordicke überschreiten, die können sehr viel eher Tochtergeschwülste bilden."

Aber auch bei den Krebsarten, die keine Metastasen bilden können, sondern "nur" an einem Ort zerstörerisch wachsen, gilt: Je früher die Krankheit erkannt wird, umso besser für den Patienten. Dazu Dr. Wolf Dieter Weidenmann: "Der operative Eingriff wird natürlich sehr viel kleiner, wenn Sie einen kleinen Tumor haben, der nur wenig Hautareal betrifft."

Dass die gesetzlichen Krankenkassen ab 1. Juli die Hautkrebs-Früherkennung für über 35-Jährige bezahlt, kann Dr. Weidenmann deshalb nur unterstützen. Und noch etwas ist wichtig bei der Früherkennung, so der MEDI-Experte: Zusätzlich zur Untersuchung gibt es immer auch Aufklärung über Risikofaktoren und Sonnenschutz. Und das ist ausgesprochen wertvoll, sagt Dr. Weidenmann: "Bei jeder Untersuchung haben Sie immer auch eine Beratung des Patienten. Sie informieren ihn darüber, worauf er achten muss, was wichtig ist, dass er es erkennt. Er ist also geschult. Und er achtet auch mehr auf den Umgang mit der Sonne, mit der UV-Strahlung. Er wird einfach bewusster."

Ab 1. Juli zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Hautkrebs-Früherkennung für Menschen ab 35 Jahre alle zwei Jahre. Hautarzt Dr. Wolf Dieter Weidenmann vom Ärzteverbund MEDI Deutschland hält das für mehr als sinnvoll.


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© MEDI Deutschland / (ots) news aktuell GmbH / Veröffentlicht am 26.06.2008