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Insektizide haben auf Kinderköpfen nichts zu suchen!

Wenn es um die Gesundheit ihrer Kinder geht, sind sich die Deutschen einig: Die kleinen Patienten müssen möglichst schnell und ohne Nebenwirkungen behandelt werden. Wie sieht es beim Thema Läuse aus: Jedes dritte Kind muss im Laufe seines Lebens gegen Kopfläuse behandelt werden. Aber die Mittel enthalten oft Insektizide, Nervengifte. Mehr als 1,5 Millionen Mal passiert das jedes Jahr in Deutschland, so Dr. Christoph Abels vom Pharmaunternehmen Dr. Wolff: "Insektizide sind immer noch der Standard und die am meisten verkauften Präparate zur Behandlung von Läusen bei Kindern, obwohl es mittlerweile andere Produkte gibt, in Deutschland jetzt seit ungefähr zwei Jahren im Handel, die rein physikalisch wirken und deutlich besser verträglich sind. Wir wissen aus anderen Ländern, wo diese Produkte bereits eingeführt sind, dass sie dort aufgrund unterschiedlicher Bedingungen im Gesundheitswesen den Rang den Pestiziden abgelaufen haben und dort wirklich die Marktführer sind."

Die meisten Deutschen wissen allerdings gar nicht, mit welchen Inhaltstoffen sie Ihre Kinder behandeln, ergab eine Studie des Meinungsforschungsinstitutes TNS-Healthcare. Die wichtigsten Ergebnisse fasst Eduard Dörrenberg von Dr. Wolff zusammen: "Die Studie hat ergeben, dass deutsche Mütter zu 90 Prozent nicht wissen, dass in den Mitteln Insektizide enthalten sind. Wenn man es ihnen sagt, sind 75 Prozent also drei Viertel dafür, diese Mittel zu verbieten. Und über 90 Prozent sprechen sich auch dafür aus, dass sie erstattet werden von Krankenkassen."

Doch genau daran hapert es. Denn um die Kosten für neue Mittel zu übernehmen, warten die meisten Krankenkassen ab, ebenso die Gesundheitsämter, diese  verlangen, dass die Produkte auf der Entwesungsmittelliste aufgelistet werden. Dazu Dr. Wolff: "Auf der einen Seite wollen die Krankenkassen diese Mittel bisher nicht erstatten. Das hemmt das entsprechende Verschreibungsverhalten der Ärzte. Auf der anderen Seite kommen sie nicht auf die Entwesungsmittelliste, für die Kindergärten notwendige Informationen. Das dauert nach Behördenangaben ein bis zwei Jahre oder gegebenenfalls auch länger. Deswegen haben wir die Gesundheitsministerin Frau Schmidt gebeten, an beiden Hebeln anzusetzen, damit diese Produkte erstattet werden und auch schneller auf die entsprechenden Listen kommen."

Die Krankenkassen warten also ab. Lediglich eine einzige Krankenkasse, die AOK Hannover, erklärte sich bisher bereit, die Kosten für das neue insektizidfreie Präparat Etopril zu übernehmen. Die Hersteller der neuen Mittel hoffen deshalb, dass ihr Appell an die Gesundheitsministerin Wirkung zeigt.


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© Dr. Wolff Arzneimittel GmbH & Co. KG Arzneimittel / (ots) news aktuell GmbH / Veröffentlicht am 27.02.2008