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Bei Stress etwas Obst oder Joghurt essen

Wer dauerhaft unter Stress steht, neigt dazu, dick zu werden. Der Grund: Unter Anspannung produziert der Körper verstärkt die Stoffe Kortisol und Insulin. In der Folge wächst der Appetit und damit die Wahrscheinlichkeit, dass man zu kalorien- und fettreichen Snacks greift. Das Magazin Reader's Digest gibt in seiner Februar-Ausgabe Tipps, was man in Stresszeiten gegen das drohende Übergewicht tun kann.

Dabei gilt vor allem eine Grundregel: Man sollte essen, was dem Körper nutzt. Denn es geht darum, nicht nur den Hunger zu stillen, sondern auch Dinge zu essen, die wichtige Stoffe im Gehirn freisetzen. Dazu gehören zum Beispiel Putenfleisch, das die Stimmung anregt und damit depressiven Verstimmungen vorbeugt, aber auch Fisch und Walnüsse, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind und damit die Gehirntätigkeit anregen sowie zugleich den Cholesterinspiegel senken.

Wichtig auch: Nach einer Studie helfen täglich drei Tassen grüner Tee, das Körperfett zu reduzieren und die Produktion einer Substanz zu verhindern, die Hungergefühle auslöst. Denn wer Stress durch Essen kompensiert, aktiviert das so genannte Belohnungszentrum im Gehirn. Sobald das erste Wohlgefühl verflogen ist, steigt aber das Verlangen nach dem Stoff, der das gute Gefühl ausgelöst hat. Die Folge: Man isst weiter, um sich gut zu fühlen. Experten raten deshalb dazu, gerade in Stressphasen sich besonders gesund zu ernähren - zum Beispiel durch Obst- und Rohkoststückchen, Joghurt, Nüsse und   Vitaminsäfte.

Was nur wenige wissen: Man kann sich schlank schlafen. Denn wer unter permanentem Schlafmangel leidet, bringt seine Körperfunktionen durcheinander. Der Körper sucht sich dann andere Wege, um die Wohlfühlhormone Serotonin und Dopamin zu bekommen - er verlangt nämlich zuckerhaltige Nahrung. Experten raten deshalb dazu, dem Körper täglich mindestens sieben bis neun Stunden Schlaf zu gönnen. Wichtig auch: Trotz aller Belastung sollte man versuchen, mindestens 30 Minuten am Tag zu gehen. Dies kann am Stück oder in Etappen von je zehn Minuten geschehen.

Im Übrigen helfen auch Gefühle, um Gewicht zu vermeiden. Die Erklärung: Je mehr Oxytocin - das so genannte soziale Bindungshormon - ausgeschüttet wird, desto mehr sinkt der Blutdruck. Studien haben ergeben, dass sich der Oxytocinspiegel durch soziale Kontakte heben lässt - z. B. durch eine Umarmung oder ein nettes Gespräch. Auch Massagen können helfen.

Wichtig ist aber auch: Wer in großen Stressphasen plötzlich Heißhunger auf eine Currywurst oder einen besonders süßen Nachtisch hat, darf sich das durchaus mal erlauben. Denn die Fachleute sind sich darin einig, dass mit diesem Genusserlebnis nicht nur Stress abgebaut wird, sondern dass die kleine Sünde hilft, sich gut zu fühlen, ohne wahllos nach Essbarem zu stöbern.


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© Reader's Digest / (ots) news aktuell GmbH / Veröffentlicht am 23.01.2008