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Bandscheibenvorfall: In 90 Prozent der Fälle ist keine Operation nötig

Ärzte greifen viel zu oft und viel zu schnell zum Chirurgenbesteck, berichtet die Gesundheitszeitschrift HEALTHY LIVING in ihrer Ausgabe Mai 2008 (ab 16. April 2008 im Handel). Rund 57 000 Menschen pro Jahr werden in Deutschland wegen eines Bandscheibenvorfalls operiert - dabei ist der Griff zum Skalpell nur in 10 Prozent der Fälle wirklich nötig. Und auch bei vielen anderen Diagnosen ist eine Heilung ohne Operation möglich: Moderne Therapien ersparen das Chirurgenbesteck.

Beispiel Bandscheibe: Operiert werden sollte nur, so die Gesundheitszeitschrift, wenn wichtige Nerven ausfallen, die Patienten also ihre Beine nicht mehr bewegen oder Blase und Darm nicht mehr kontrollieren können. In allen anderen Fällen sollte die "Therapie ohne Skalpell" vorgezogen werden: Den heftigen Schmerz zu Beginn können Cortison und Schmerzmittel lindern. In der Folge muss der Patient die Bandscheibe durch gezielte Gymnastik mit Nährstoffen versorgen und Rückenmuskeltraining machen. Diese Übungen plus regelmäßige Bewegung helfen langfristig am erfolgreichsten gegen die Beschwerden.

Der Spezialist Prof. Joachim Grifka, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, rät deshalb in HEALTHY LIVING: nicht voreilig operieren, sondern zunächst sechs Wochen abwarten. Eine aktuelle Studie gibt ihm recht: Bandscheiben-Patienten mit und ohne Operation geht es nach zwei Jahren gleich gut!

Die Gesundheitszeitschrift berichtet in ihrer Mai-Ausgabe über viele weitere Fälle, in denen es moderne Therapie-Alternativen zu Operationen gibt, z. B. bei Bänderrissen, Mandel-, Gallen- und Schilddrüsen-Beschwerden.


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© HEALTHY LIVING / (ots) news aktuell GmbH / Veröffentlicht am 16.04.2008