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Kinder nicht zum Medikamenteholen in die Apotheke schicken

Braucht man ein Medikament aus der Apotheke, sollte man kein Kind als Boten zum Abholen schicken. Das ist zwar oft praktisch, aber nicht empfehlenswert. Denn es besteht die Gefahr, dass das Kind Hinweise des Apothekers zur Einnahme nicht versteht und daher auch nicht richtig weitergeben kann. Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin hin.

Das Gesetz erlaubt es Apothekern zwar grundsätzlich, Arzneimittel an Kinder abzugeben. Dagegen spricht jedoch einiges: Es sei wichtig, dass die Medizin von jemandem abgeholt wird, der die Apotheker-Hinweise vollständig begreift. Denn selbst bei vermeintlich harmlosen, rezeptfreien Produkten wie Kopfschmerzmitteln könne eine falsche Anwendung unter Umständen der Gesundheit schaden - etwa wenn es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten komme, warnen Apotheker.

"Die Apotheker beraten über Arzneimittel - Kinder können aber beispielsweise Einnahmehinweise nicht verstehen oder sich diese nicht merken", sagt Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. "Wenn der Apotheker Fragen zu anderen Medikamenten und möglichen Wechselwirkungen hat, kann ein Kind diese vermutlich nicht beantworten." Deshalb geben Apotheker Kindern Arzneimittel nur unter großem Vorbehalt mit.

Besser ist es, die Medikamente selbst abzuholen oder einen Erwachsenen um den Botengang zu bitten. Wer auf sich allein gestellt, bettlägerig oder gehbehindert ist, kann in der Apotheke anrufen und einen Botendienst bestellen: In Ausnahmefällen bringt die Apotheke dann dringend benötigte Arzneimittel innerhalb weniger Stunden bis an die Haustür.


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© ABDA / Deutsches Grünes Kreuz e. V. (DGK) / Veröffentlicht am 19.01.2008